Change Management

Ob neue IT-Systeme, veränderte Abläufe oder strukturelle Anpassungen: In KMU und öffentlichen Einrichtungen braucht Veränderung klare Ziele und einen definierten Zeitrahmen. Genau hier setzt Change Management an. Es steuert konkrete Veränderungsprozesse effizient und unterstützt Mitarbeitende aktiv beim Übergang vom Alten zum Neuen. Im Unterschied dazu geht die systemische Organisationsentwicklung tiefer und breiter: Sie begleitet Organisationen langfristig, fördert Eigenverantwortung und betrachtet Wandel als kontinuierlichen Prozess. Für punktuelle, zeitlich begrenzte Veränderungen ist das Change Management oft das Mittel der Wahl.

Beispiel KMU:

Ein mittelständischer Produktionsbetrieb führt ein digitales Warenwirtschaftssystem ein. Das Change Management begleitet die Umstellung durch strukturierte Schulungen, interne Kommunikation und eine Übergangsphase mit paralleler Nutzung des alten und neuen Systems; und das alles innerhalb eines festgelegten Projektzeitraums.

Beispiel öffentliche Verwaltung:

Eine Stadtverwaltung reorganisiert ihre Bürgerbüros, um Dienstleistungen stärker zu digitalisieren. Das Change Management unterstützt sie dabei mit gezielten Informationskampagnen, Mitarbeiterschulungen und klaren Rollenzuweisungen, um die Veränderungen in einem überschaubaren Zeitraum reibungslos umzusetzen.

Change Management – gezielte Veränderung mit klarem Zeitrahmen

Change Management begleitet konkrete Veränderungsvorhaben, wie beispielsweise neue Prozesse, Systeme oder Strukturen, in einem klar definierten und in der Regel begrenzten Zeitraum. Ziel ist es, geplante Veränderungen effektiv umzusetzen und Mitarbeiter durch den Wandel zu führen. Im Gegensatz dazu verfolgt die systemische Organisationsentwicklung einen langfristigen Ansatz: Sie versteht Veränderung als fortlaufenden, partizipativen Prozess, bei dem das gesamte System im Blick bleibt. Während das Change Management punktuelle Eingriffe steuert, denkt die systemische Organisationsentwicklung in Entwicklungen über Zeiträume hinweg.

Zielsetzungs- und Strategie-Methoden

In der strategischen Planung und Zieldefinition stehen Organisationen zahlreiche Methoden zur Verfügung, von denen jede einen eigenen Fokus, Nutzen und Anwendungsbereich hat. Die folgende Übersicht stellt einige bewährte Ansätze vor, die bei der Entwicklung, Umsetzung und Bewertung von Zielen in Unternehmen und Verwaltungen unterstützen können.

Methode Beschreibung Anwendungsbereiche Vorteile
OKR (Objectives and Key Results) Ambitionierte Ziele (Objectives) werden mit messbaren Ergebnissen (Key Results) verknüpft. Transformationsprojekte, agile Organisationen - Klare Verbindung von Strategie und operativer Umsetzung.
- Regelmäßige Überprüfung und Anpassung.
SMART-Methode Ziele werden spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert formuliert. Allgemeine Zieldefinition, Projektplanung - Einfach anzuwenden.
- Fördert klare und realistische Zielsetzungen.
Balanced Scorecard (BSC) Ziele werden aus vier Perspektiven (finanziell, Kunden, Prozesse, Lernen/Wachstum) abgeleitet. Ganzheitliche Unternehmenssteuerung, Strategieumsetzung - Ganzheitlicher Ansatz.
- Verknüpfung von Strategie mit KPIs.
Szenarioplanung Entwicklung von Zielen auf Basis unterschiedlicher Zukunftsszenarien. Unsichere Umfelder, langfristige Strategieentwicklung - Vorbereitung auf verschiedene Zukunftsszenarien.
- Fördert Flexibilität und Resilienz.
Design Thinking Ziele werden kundenzentriert entwickelt, indem Bedürfnisse und Pain Points analysiert werden. Innovationsprojekte, kundenorientierte Strategien - Fördert Kreativität und Kundenfokus.
- Nutzt interaktive, kollaborative Methoden.
Hoshin Kanri Ein „Breakthrough-Ziel“ wird definiert und in Jahresziele und priorisierte Maßnahmen zerlegt. Langfristige Strategieumsetzung, kontinuierliche Verbesserung - Klare Ausrichtung von Strategie und Maßnahmen.
- Fördert Feedback und Alignment.
Golden Circle (Simon Sinek) Ziele werden durch die Frage „Warum, Wie, Was“ entwickelt, um den Purpose (Zweck) in den Mittelpunkt zu stellen. Markenstrategie, Visionserarbeitung, Kulturprojekte - Stark inspirierend.
- Fördert eine klare Kommunikation von Zielen.
SWOT-Analyse Identifikation von internen Stärken und Schwächen sowie externen Chancen und Risiken zur Zielableitung. Strategische Planung, Analyse von Ausgangssituationen - Einfache, strukturierte Analyse.
- Hilft, Chancen und Risiken gezielt zu adressieren.
BCG-Matrix Bewertung von Geschäftsfeldern, Produkten oder Dienstleistungen nach Marktwachstum und Marktanteil. Portfoliomanagement, Ressourcenallokation, strategische Priorisierung - Klare Priorisierung von Ressourcen.
- Identifikation von Stars, Cash Cows, Question Marks, Poor Dogs.